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1. Ilmenau-Elbe-Luhe Marathon in Winsen/luhe - ein Laufbericht von Fritz Rietkötter

Die erste Auflage des Ilmenau-Elbe-Luhe Marathons sollte um 10.00 Uhr in Winsen starten. Also hiess es am Sonntag Morgen, wieder früh aufstehen und auf zum Marathon. Wie gewohnt sind morgens die Straßen noch angenehm leer, was die Anfahrt doch deutlich beschleunigte. Im Start-Zielbereich angekommen, war so ausreichend Gelegenheit, sich mit anderen Läufern auszutauschen und das das eine oder anderen Schwätzchen zu halten. Eben alles sehr entspannt.

 

Zunächst gab es kleines Briefing zum Streckenverlauf. Wichtig war eigentlich nur, immer auf die gelben Skaterschilder zu achten. Denn der Rundkurs mit seinen 10,824km (also 43,296km und damit genau genommen ein Mini – Ultramarathon) verlief auf einer Skaterstrecke entlang bzw über den Flüssen Ilmenau, Elbe und Luhe. Einzig an einer Stelle musste man achtgeben, denn dort schein es der Stadt Winsen/Luhe nicht wichtig, diese Hinweise aufzustellen. Organisator Christian Hottas hat das Problem allerdings vorausschauend mit seinen pinken Sprühpfleilen auf der Straße entschärft, weshalb die Wegfindung keinerlei Probleme machte.

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geschafft, wieder ein Marathon erlebt

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Briefing, eigentlich nicht notwendig

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immer hinter der gelben Ente her

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am Wegrand gabs alles. Äpfel

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das ist irgendwie blöde gewesen :- )

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immer gerade aus

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die drei Flüsse. Elbe

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alte Häuser

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Laufreunde trifft man gerne

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Zeit hatte man hier genug

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und Birnen

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auf gehts über den ersten Fluss

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satte Wiesen, friedliches grün

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und Kirschen...

So gebrieft ging es schließlich auf die Strecke. Zunächst entlang von Feldern und Wiesen, über die Luhe und die Ilmenau und schließlich rein ins erste Dorf. Von Dort ran an die Elbe, wo eine ca. 3 km lange Gerade auf das Läuferfeld wartetet. Kein Wunder eigentlich, denn dies war eine Skaterstrecke und die brauchen schließlich viel gerade Wegstrecke. Immer entlang der Elbe hieß also das Motto. Das Gute an diesem Streckenteil: da man quasi auf dem Elbdeich lief, hatte man einen sehr schönen Ausblick dem Elbverlauf folgend sowie auf den gegenüberliegenden Landstrich. Dort war bereits das Stadtgebiet von Hamburg. Nun gut, viel Stadt war da nicht zu sehen, aber egal. Ein Stückchen weiter Fluß abwärts, auf der anderen Seite, hatte ich auch schon einen LostPlaceMarathon absolviert, so schließt sich im Laufe der vielen Marathons langsam auch dieser Kreis.

Weiter ging es von dieser Strecke wieder ins Dorf Hoopte, dort an einem kleinen Jachthafen vorbei und schließlich in einer rechts links Kurve wieder aus in die umliegenden Felder und Wiesen. Dann nochmals an den inländischen Elbdeich, entlang schöner alter Fachwerkhäuser und schließlich Richtung Start/Ziel mit seiner Verpflegungsstation für die nächste Runde. Eine abwechslungsreiche wie phasenweise anstrengende Runde. Auch wenn es auf den ersten Blick alles sehr easy aussieht,

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vom Dorf ins Grün

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und Luhe

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top gepflegt

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und wieder geradeaus, Zeit für Gedanken

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und Ilmenau

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echte Hingucker

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gemeinsam durch die Kilometer

so sind Hottas Marathons immer von irgendwelchen positiven „Unannehmlichkeiten“ geprägt, die erst über die Häufigkeit der Runden ihre ganze Anstrengung entfalten. Warum aber auch nicht, es ist ja schließlich Marathon.

Das diese Kleinigkeiten auch beim Ilmenau-Elbe-Luhe Marathon nicht fehlen durften war mir bereits beim Start klar. Und mit dieser ca. 3km langen Geraden an der Elbe hatte der Marathon auch wieder seine kleine Herausforderung, die man viermal durchlaufen durfte. Viermal die gefühlt leicht ansteigende Gerade passieren, wo eigentlich immer Gegenwind war. Die Sonne, die bis zur vierten Runde schien und für ordentlich Wärme in den Feld- und Wiesen Passage sorgte, lies auf diesen Teil der Strecke wenigsten die Weitblicke besonders toll ausfallen. Bis auf die vierte Runde. Diese vierte Runde war auf diesem Wegteil eher als erfrischend einzustufen. Dank des Weitblicks konnte man in der Ferner das herannahende Regenschauer sehr schön beobachten. Erst schein es weit weg und diesig, dann kam es schnell und schneller näher. Schließlich wurde es windig und kühl und dann innerhalb weniger Minuten sehr nass. Die Menschen, die am Elbufer ihren Sonntag Nachmittag in aller Ruhe verbringen wollten, suchten Fluchtartig ihre PKWS am Straßen auf. Einige Radfahrer versuchten noch, ihre Regensachen

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die hatten Zeit

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kreatives Wohnen

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und dann alleine immer geradeaus. Kopftraining

 anzuziehen, aber das war sinnlos. Binnen kürzester Zeit war alles nass und so schnell wie der Regen kam, so schnell war er auch wieder vorbei. Und als es hinter dem Ort Stöckel abmals in Wiesen ging, waren die Wege noch nicht einmal nass. Also ein parzielles wie erfrischendes Schauer. Oder anderes formuliert, eh egal, denn das Meiste fällt vorbei. Naja, der Rest hat allerdings gereicht…

Egal wie auch immer. Geplant waren je 10,824km-Runde eine Zeit von ca. 1:10h. Laufrhythmus für den anstehenden Ultramarathon trainieren, in aller Ruhe die Runden drehen und zwischendurch den einen oder anderen Blick in die schöne Landschaft werfen. So verging Kilometer um Kilometer. Wieder ein Blick auf die Uhr, um Puls und Laufzeit zu checken, wieder entlang der Elbe, durch die Dörfer, auf den Deich, entlang der alten Reetdachhäuser und ran an die Verpflegung im Start/Zielbereich. Auf der ersten Runde gab es schließlich noch einen kleinen geschichtlichen Exkurs von einem Mitläufer zu der auf der anderen Seite liegenden Zollstation. ´Hier hatten vorbei kommende Kaufleute auf Ihren Weg nach Hamburg zu früheren Zeiten ihren Wegezoll zu entrichten. Die Neuzeitliche Umnutzung in einen Restaurant Betrieb sowie einer Hotelanlage lies sich schon von weiten erkennen. Das historische Zollhaus, das teilweise einem Feuer zum Opfer fiel, musste man hingegen in der Ferne erahnen. Naja, so ist das mit den historischen Bauten nun mal, klein aber fein.

So ging es in die dritte und schließlich in die letzte Runde. Nochmal ruhig die Strecke abspulen, den Puls und die Geschwindigkeit kontrollieren. Den schon beschriebenen Regenschauer über sich ergehen lassen und dabei feststellen, dass der warme Asphalt von unten und die Feuchtigkeit von oben in Kombination nicht immer sehr angenehm sind. Ein letztes Mail über den Deich mit seinen schönen Reetdachhäusern und ab ins Ziel. Mit 4:35h blieb die Uhr knapp unterhalb der anvisierten viermal 1:10h stehen. Also alles gut. Anschließend noch ein Schnack unter Läufern und dann wieder Richtung Heimat.

Der erste Ilmenau-Elbe-Luhe Marathon war zweifelsfrei ein sehr schöner Landschaftslauf. Ruhige Passagen, Natur, die drei Flüße und alles viermal. Schöne Runden, die ich sicherlich ein weiteres Mal laufen werde.

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rechts: am linken Bildrand machte sich auf, eine Stückchen mit zu laufen... :- ) Und der war wirklich fix....

 

lnks: das Verpflegungs- team imStart/Ziel. Besten Dank!

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warm war es auch, so ganz ohne Wind und Wolken

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mein Kumpel war auch dabei :- )

 

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der Weg ist das Ziel? Nee, der führt da hin, zum Ziel!

Für die Bilder von unserem Versorgungsteam und mir besten Dank an Christian Hottas und Martin Raulf!