OberelbeMarathon

Teilnahme am Oberelbemarathon in Dresden 26.04.2009 – ein Laufbericht von Fritz Rietkötter

Dieses Marathonwochenende stand ganz im Zeichen des Weltkulturerbes der Unesco, der Stadt Dresden. Ein Wochenende, dass wieder einmal Sightseeing und Fitness verbinden sollte.

Los ging es am Samstag Morgen um 6 Uhr mit zwei unterschiedlichen „Reisegruppen“. In der einen Gruppe die Familien Eylers und Maas, die an das Marathonwochenende noch eine Woche Urlaub anhängen wollten sowie die zweite Gruppe um Hartmut Kramer, Arnd Willers, Maria und mir. Der Weg nach Dresden war schnell geschafft und so konnten wir gegen 10Uhr schon auf der Marathonmesse die obligatorischen Formalien erledigen. Außerdem nahmen wir dort an einem Vortrag von Manfred Steffny (Buchautor und Chefredakteur einer Sportzeitschrift) teil, der einige interessante Dinge rund um das Thema Trainingseffekte von Ausdauersportlern darlegte. Der Nachmittag stand anschließend ganz im Zeichen der Dresdner Altstadt. Frauenkirche, Zwinger, Elbufer und jede Menge Geschichte. Dresden zeigte sich von seiner schönsten Seite und bewies einmal mehr, dass es eine Perle an der Elbe mit außergewöhnlichem Flair ist. .

Das WLT. Team am Tag zuvor. Die Sonne scheint und der Marathon ist noch fern...

Die abendliche WLT.Nudelpartie fand dann auch stielgerecht unter freiem Himmel vor dem tollen Panorama der Frauenkirche statt. Auf dem Marktplatz bei 24 Grad und aller bestem Sonnenwetter wurden wieder viele Themen diskutiert und gefachsimpelt – eben eine typische WLT.Aktion, die erst mit der untergehenden Sonne

Eis und Altstadt, das passt...

hinter der Altstadtkulisse endete.Am nächsten Morgen zeigte sich Dresden wieder von seiner sommerlichen Seite und gab schon einmal einen kurze Eindruck davon preis, was im Laufe des Marathonrennens noch alles auf die Läufer warten sollte: nämlich Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Die Anreise zum Start der Halbmarathonis und Marathonis erfolgte per Hotelshuttel und anschließender Bahnfahrt. Schließlich ging es ca. 21 bzw. 42km Richtung flussaufwärts in die Startzonen.

Alles im Lot...

Steffny in Aktion, neue Einblicke...

Maria in Aktion, Startunterlagen endlich in Händen..

Auch wenn Hartmut noch früh morgendlicher Kontrolle seiner Uhr feststellte, dass er eigentlich noch mindestens eine halbe Stunde länger im warmen Bett hätte verbringen können, stellte sich schnell heraus, dass die eingeplante Zeitsicherheit von großem Vorteil war. Denn als der Zug die Halbmarathonis abgesetzt hatte, wurde die Reise ca. 5km vor dem Marathon - Startort Königstein je unterbrochen. Ein Selbstmörder, der durch seine Tat die noch vor uns liegende Bahnstrecke zur Sperrung brachte, veranlasste die Bahn, den Zug zu stoppen und mit Schienenersatzverkehr ca. 600 Marathonis plus Fans ins Startgebiet zu bringen. Dies führte nicht nur zu einer über einstündigen Startverspätung, sondern auch dazu, dass die Marathonläufer ihre Hauptstrecke in voller Mittagssonne zurück legen mussten. Aber wie sagte Steffny so treffend: es gibt kein zu warmes Wetter, es gibt nur eine falsche Vorbereitung.

Endlich im Ziel angekommen und ins bunte Starterfeld eingetaucht, ging es dann gegen 10.30 Uhr auf die Strecke. Ein Streckenverlauf, der zu recht auf Platz2 der beliebtesten Landschaftsmarathons und unter die TOP10 der beliebtesten Marathonveranstaltungen allgemein gewählt wurde!

Elbsandstein Gebirge, Elbauen, langgezogene Elbtäler, historische Gebäude, herrlich restaurierte Städtchen entlang des Stroms, atemberaubende Aus- und Weitblicke sowie jede Menge Natur im Großen und im Kleinen. Es ging vorbei an blühenden Obstbaumwiesen, die überreichlich mit blühendem Wiesenschaumkraut und Lövenzahn bedeckt waren und von einem Schirm aus blühenden Apfelbäumen geschützt schienen. In den Elbhängen tauchten immer wieder schlossähnliche Villen und jede Menge historische Gebäude auf. Die Wegstrecke durch Pirna hinterließ aufgrund der sorgfältig und detailverliebt renovierten Altstadt bleibenden Eindruck und die versteckt anmutenden Weinfelder am Elbhang kündeten bereits im April davon, dass auch der Herbst hier an der Elbe seine Reize haben wird.

Unter dem Schutz der Festung Königsstein und den ausgedehnten Pfeifklängen eines Raddampfers, der das Läuferfeld als schwimmende Fantribüne begleitete, setzte sich das Marathonfeld in Bewegung, durchlief zunächst die ersten Kilometer im Schatten der Elbhänge, um anschließend über einige langgezogene Steigungen in die uns dann ständig begleitende Sonne einzubiegen. Das Lauftempo wurde bereits zu beginn recht hochgehalten und so zog sich das Feld schnell auseinander. Schon ab km10 zeigte sich aber auch, dass viele doch deutlich über ihre Möglichkeiten liefen und bereits dem hohen Anfangstempo Tribut zollen mussten. Meine eigene Tempoplanung ging von einer Zeit um die jeweils 55 Minute je 10 Kilometer für die ersten drei Abschnitte aus und sollte dann auf den letzten Kilometern auf 60 Minuten zurückgenommen werden, da dort in der Mittagssonne die größte Belastung zu erwarten war. Als Ergebnis würde ich so meine Standardzeit von unter 4 Stunden erreichen können. Ein Taktik, die mit meiner Endzeit von 3:55 Stunden vollens aufging.

Ständige Pulskontrolle, immer wieder die gelaufene Zeit mit den Kilometerschildern an der Strecke abgleichen und bei jeder Verpflegung ausreichend trinken. So vergingen Kilometer um Kilometer und immer wieder diese beeindruckende Landschaft. Der Blick über weite Elbwiesen auf eine mittelalterlich Kirche, es gab viel zu sehen und doch musste die Konzentration auch auf das Laufen gerichtet bleiben.Bei ca. km20 ging es in die verwinkelte Altstadt von Pirna. Kleine Gassen mit Steigungen, die es in sich hatten. Läufer um Läufer konnte ich in dieser Phase überholen und mit konzentriertem Laufen die eigene Zeitvorgabe halten. Samba und Stimmung erwartete das Läuferfeld dann auf dem Marktplatz von Pirna, ehe es elbabwärts Richtung Dresden weiter ging.

Und dann kam, was morgens schon klar war und kommen musste. Dann kam die Hitze. Temperaturen um die 26 Grad und streckenweise absolute Windstille liesen den zweiten Teil dieses Marathons zur Bewährungsprobe für alle Läufer werden. Hier machte sich dann meine Lauferfahrung aus mittlerweile 23 Marathon und Ultramarathonteilnahmen bezahlt. Tempo halten und dafür sorgen, dass der Körper die nötige Kühlung bekam. Viele Läufer, die in Königstein davon zogen, überholte ich jetzt Stück für Stück. Dann wieder eine Verpflegungsstelle, eine Mütze voll Wasser direkt auf den Kopf ein Becher Wasser zum Trinken, ein Becher Elektrolytgetränk und einen kleinen Schluck Cola. So ging es weiter auf dem Elberadweg, der immer wieder mit leichten langgestreckten Steigungen aufwartete. Steigungen, die in der Sonne zur besonderen Belastung wurden, auch wenn sie es optisch gar nicht hermachten.

Immer mehr Häuser tauchten auf und so war klar, das Dresden und damit das Ziel nicht mehr fern waren. Noch ein Stück an der Kulisse der Dresdener Altstadt vorbei ging es anschließend Richtung Ziel ins Stadion. Kurz vor den Stadiontoren stand noch eine Trommlergruppe mit Metallfäsern, die ordentlich Stimmung machten und so die letzten Kräfte für die Stadionrund mobilisierten. Hier wurde man dann von dem Applaus der Zuschauer förmlich ins Ziel getragen.Im Innenbereich des Stadions bot sich dann wieder das bunte Bild der vielen hundert Läufer und Zuschauer. Eine gesellige und familiäre Atmosphäre, die dort auf alle Läufer wartete, in deren Umfeld man sich von den Strapazen schnell erholen konnte. Hier fanden sich die WLT.Läufer auch schnell wieder und konnten, nach der notwendigen Stärkung schnell wieder die Strapazen dieses Sonnenmarathons vergessen machen. Ein Marathon, der bei sommerlichen 26 Grad alles abverlangte und doch ein einmaliges Lauferlebnis darstellte. Wie sagte Hartmut so treffen: gut dass ich etwas langsamer gelaufen bin, ich hätte sonst viel zu viel versäumt. Eben ein Marathon im Herzen der Dresdener Elbauen, dem Weltkulturerbe der UNESCO.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass an diesem Wochenende wieder Fitness und Sightseeing optimal kombiniert wurde und Dresden mehr als nur eine Reise wert ist. Es mag meine erste Teilnahme am Oberelbemarathon gewesen sein, es wird aber bestimmt nicht die letzte bleiben

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buntes Durcheinander...

Prost, ein Schluck Erdinger auf den Lauf...

Impressionen aus Dresden, ohne Wort... (Klick aufs erste Bild und es geht los):

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Der Wildeshauser Lauftreff unterwegs nach dem Motto (das war die Organisation2009):

Kultur und Landschaft laufend erleben!

            ... unterwegs mit ca. 4.500 LäuferInnen

Das Programm:

Dresden und das Elbsandstein - Gebirge, eine Kombination aus landschaftlich reizvoller Gegend und Kultur pur! Dazu der Oberelbe - Marathon mit seinen unterschiedlichen Laufstrecken in den Distanzen Marathon, Halbmarathon und 10km - Lauf. Somit ist für jeden Fitness - Stand die optimale Strecke dabei. Ein ganz anderes Laufevent als beispiels- weise der Stadt - Marathon in Berlin. Hier wird Laufen zum Kultur und Natur Ereignis ohne die Hektik und Stress.

Neben der Laufveranstaltung soll dieses Wochenende auch wieder zum Kennenlernen der Umgebung dienen, in diesem Fall der Stadt Dresden. Am Samstag Nachmittag ist ein kulturelles Kurzprogramm unter dem Motto “Kultur und Geschichte für Läufer” geplant. Fest ins Programm gehören dabei natürlich die neu aufgebaute Liebfrauenkirche und die Altstadt von Dresden. Dazu ein entspannender Kaffee in einem der Dresdener Kaffees. Was will das wissbegierige Läuferherz mehr?

Am Sonntag bietet der Oberelbe Marathon dann die Gelegenheit, die herrliche Landschaft rund um Dresden der Elbe entlang zu genießen. Dabei kommen nicht nur die Läufer auf Ihre Kosten. Der Veranstalter bietet den mitgereisten Fans die Möglichkeit, auf einem historischen Raddampfer das Läuferfeld von der Elbe aus zu begleiten. Eine einmalige Aktion, die ihres Gleichen in der Vielzahl der Laufveranstaltungen sucht.

Dieses Laufwochenende bietet damit wieder die Möglichkeit, die eigene körperliche Fitness dazu zu nutzen, sich im Kreise des Wildeshauser Lauftreff eine Auszeit vom Alltagstrott zu gönnen. Abschalten sowie Land und Leute kennen lernen, das wird spannend und informativ zugleich - ein Versprechen, das schon heute gegeben wird!

Die Tour ist extra so geplant, dass wir mit einem vergleichsweise günstigen Preis zurecht kommen. Also auf in ein neues Laufevent entlang der Elbe und durch die die Weltkulturstadt Dresden. ... und die Laufvorbereitung gibt es wie gewohnt im Wildeshauser Lauftreff gratis dazu!

Und so sieht das geplante Programm rund um dieses Lauf- und Kulturwochenende aus:

1. Tag:

    Samstag 25.04.2009

    Treffpunkt: wird noch bekannt gegeben

    Start: 6.00 Uhr

    Anreise per Kleinbus oder Fahrgemeinschaft / Frühstückspause auf Höhe Magdeburger Böderlandschaft / Hotelzimmer beziehen / Kulturprogramm mit Stadtbummel / Ruhepause / gemütliches Abendessen. Abholen der Marathonunterlagen ist separat organisiert.

2. Tag:

    Sonntag 26.04.2009

    gemeinsames Frühstück / gemeinsame Teilnahme an der Marathon Veranstaltung / gemütlicher Tagesausklang in einem historischen Gasthaus / Rückreise

    Ankunft in Wildeshausen gegen 22.00 Uhr

Zu veranschlagende Kosten:

Startgebühr (günstigste Anmeldestaffel bis 31.12.08)

Übernachtung im Hotel wird organisiert.

An- / Abreise mit dem Kleinbus

Eintrittsgeld für das kulturelle Rahmenprogramm am Samstag

= ca. 120,00 Euro pro Person + Taschengeld

 

Anmeldung bei:

Fritz Rietkötter / Telefon 04431-71512 / info@wildeshauser-lauftreff.de

---Vorbereitung auf diesen Lauf wie gehabt zusammen in der Gruppe.

  

Meldeschluss: Ende Februar 2008 (jeder muss sich bei der Marathonveranstaltung selber anmelden, hier geht es direkt zur Anmeldung: Oberelbemarathon

Haftungshinweis: Es gilt die Sorgfaltspflicht eines jeden Einzelnen. Der Organisator der Fahrt übernimmt keine Haftung!

Ziel, das Wort mit Bedeutung...

Kaum da, schon müde...

High - Lights an der Strecke mit 7 Sambagruppen:

km 18 - Marktdurchlauf Pirna - Sambaband VIROUMANIA (Dresden) und Graupaer Schalmeienkapelle

km 25 - Verpflegungsstelle Dresden-Zschieren - Sambaband DRUMMED BOXES (Chemnitz)

km 28,5 - Fähre Dresden-Niederpoyritz - Sambaband RAKATAK (Berlin)

km 31 - Verpflegungsstelle Dresden-Laubegast - Sambaband SAMBA DE SOL (Naumburg)

km 35 - Verpflegungsstelle Dresden-Schillerplatz (Blaues Wunder) - Sambaband FOGO DO RITMO (Dresden)

km 38,5 - Verpflegungsstelle Dresden-Fährgarten Johannstadt - Sambaband LOS PEPINOS (Cottbus)

km 40 - Dresden-Terrassenufer - Sambaband SAMBA PINTADA (Leipzig)

km 42 - Stadioneinlauf - Blechtrommer BLECHLAWINE (Dresden)

 

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