SegebergerForst

9. Segeberger Forst Marathon - ein Laufbericht von Fritz Rietkötter

Einmal durch den Segeberger Forst. Genau genommen gliederte sich das eine Mal in vier große und drei kleine Waldrunden. Alles in alllem aber egal, am Ende standen wieder die 42,195km meines nunmehr 95. Marathon/UltraMarathons. Und es hat einmal mehr Spass gemacht. Aber von Anfang an:

Die Wegbeschreibung zum Start-/Zielgebiet in Mitten eines Waldes bei Bad Segeberg an der B206 las sich schlüssig. Dennoch, lieber etwas früher losfahren, um im Zweifel Zeit zum Suchen zu haben. Somit hieß es Abfahrt um 6.30h und ab gen Norden. Die Autobahn war aufgrund startender Sommerferien in Nordrhein Westfalen ungewöhnlich viel befahren, was aber keine nennenswerten Verzögerungen ergab. Einzig der Rückweg gestaltete sich da schon um ein vielfaches zäher.

Gefunden war das Start-/Zielgebiet schnell. Die Anfahrtsbeschreibung passte perfekt. Also Auto abstellen und erstmal die Lage peilen und die Startnummer abholen. Der Versorgungsposten war bereits aufgebaut und üppig mit Kuchen, Riegeln, Keksen, Früchten, Eiern, Salz… bestückt. Könnte ja schon fast ein Schlemmermarathon werden, dachte ich so bei mir. Zwischendurch noch mit einigen Läufern schnacken, es war ein sehr entspannter Start in den Lauftag. Schließlich noch ein kurzes Briefing durch den Veranstalter und dann ab auf die Strecke.

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nach dem Lauf ist vor dem Lauf - es hat Spass gemacht!

                                                                                                                                          

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Sonntag Morgen im Wald - Verpflegungspunkt

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Blaubeeren - eine natürliche Stärkung

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ein Naturdenkmal?

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Verpflegung - eine offizielle Stärkung

Die Sonne schien durch die Baumwipfel, die Vögel zwitschern und die Luft fühlte sich noch etwas morgendlich feucht an. Somit hatten wir ein perfektes Waldwetter für einen Marathon. Erstmal in aller Ruhe den Laufrhythmus finden, dabei den Blick durch den Wald wandern lassen, um das Wechselspiel aus Sonne und Schatten am frühen Morgen zu genießen und schließlich langsam auf Marathongeschwindigkeit hochfahren. So entspannt, wie der Tag hier begann, ging es auch in diesen Lauf.

Die erste der drei großen Runden sollte langsamer angegangen werden, dann zwei schnellere Runden und schließlich wieder etwas ruhiger durch die vierte Runde. Anschließend sollten die zwei ersten der drei kleinen Runden wieder zügiger gelaufen werden und zum Schluss im ruhigen Tempo die letzte kleine Runde absolvieren. So zumindest lautete der Plan, denn das Training für den 100 Meilenlauf in Berlin war mit diesem Marathon auch angesagt. Was sehr gut passte, denn die Streckenführung und Wegbeschaffenheit erinnerte doch stark an einige längere Passagen um Berlin. Somit war alles perfekt.

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herrlich, die Morgensonne

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Briefing - damit alle nicht mehr wissen...!

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der Morgentau

                                                                                                                                          

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auf gehts

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Sonne und dann warm und feucht schwül, Wald eben

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die Natur besiedelt alles

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alles ähnelt sich ein wenig

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alleine mit sich und der Natur

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Waldblumen - ein freundlicher Gruss

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lange Geraden, Seele baumeln lassen, -Laufrhythmus

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Einblicke

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es gab immer was zu sehen

Die ersten Kilometer zogen so dahin. Am Morgen ein paar Kilometer durch die Natur zu ziehen, macht zweifelsfrei Spass. In der zweiten Runde wurde dann das Tempo etwas angezogen. Der Puls lief ruhig und rund, der Laufrhythmus war optimal. Die nächsten Kilometer konnten also kommen. Zwischendurch an der leckeren Verpflegungsstation im Start-/Ziel- Bereich vorbei und etwas Versorgung aufnehmen. Die zweite Runde war schnell erledigt. Die dritte Runde brachte dann zwei Erkenntnisse, die aber eigentlich auch nicht neu waren. Zum einen änderte sich das Wetter von sonnig auf bewölkt. Laut Wettervorhersage sollte das auch so sein. Regen gab es, bis auf ein - zwei Tröpfchen Vorhersage gemäß auch nicht. Zum Zweiten merkte ich, dass die auf den ersten Blick nur leicht welligen Streckenpassagen nun doch durch die Rundenwiederholung etwas anstrengender wurden. Aber egal, abzusehen war das alles und so ging es mal leicht rauf und dann wieder leicht runter. Ein bischen Abwechslung muss ja schließlich sein.

Nach den vier großen Runden folgten schließlich die drei kleinen. Also wieder ran an die Verpflegung, wieder Puls kontrollieren und dann wieder rein in den Wald. Wieder Laufrhythmus aufnehmen, wieder die Strecke abspulen und das Tempo möglichst konstant halten. Wieder durch die welligen Streckenpassagen. Wieder den Wald wahrnehmen und sich doch aufs Laufen konzentrieren. Ich cruste so vor mich hin und wäre der Gewohnheit folgend, fast wieder den linken Weg gelaufen. Einziger Unterschied dieses Mal: da, wo man in den ersten vier Runden noch nach links abbiegen musste, ging es jetzt direkt nach rechts. Ja, manchmal sollte man schon mitdenken. Verlaufen wäre aber auch nicht schlimm, hätte ich mich über ein paar weiter Kilometer hier freuen können. Das Gute, an der besagten Gabelung gab es ebenfalls einen kleinen Verpflegungspunkt, der nochmal etwas Erfrischung bot. Schließlich weiter. Wieder in Richtung Start/Ziel, vorher wieder an den langen Frischholz – Lagern vorbei, die so gut nach Harz dufteten. Wieder vor dem Zielbereich die rechte „Einfahrt“ nehmen und auf die nächste Runde. Aber nicht ohne ein Stück Kuchen zur Kräftigung, kurzkettige Kohlenhydrate sollen ja besonders gut sein - heißt es - glaube ich - egal - schmeckte sehr gut....

Die letzte Runde dann ein klein wenig langsamer und schließlich rein in Ziel. So der Plan und die Ausführung. Das Resultat war eine Zeit von 4:02h mit dem 20. Gesamtplatz und dem 7. AK-Platz. Genau genommen alles nur „Schall und Rauch“. Viel wichtiger, es war ein toller Lauf in einer sehr schönen Umgebung bei perfektem Wetter und vielen netten Laufpartnern. Schade, dass es die letzte Auflage dieser Veranstaltung war. Ich wäre bestimmt wieder gekommen. Anschließend ein wenig mit den Läufern im Zielbereich schnacken und dann auf nach Hause, wo vorher, wie schon erwähnt, der Stau noch auf mich wartete…

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ein herrlicher Duft, wenn man da vorbei läuft

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und wieder Zeit für sich Beschäftigung mit Wellen

 

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rechts nächste Runde - links Ziel